Unsere Geschichte – wichtige Schritte
Unser Finanzierungsmodell
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Unsere Geschichte in Textform
Darstellung der Entwicklung des Wohnprojektes
Froh2Wo eG in Bad Dürkheim seit 2017
Vorgeschichte
Die Idee, in Bad Dürkheim ein Wohnprojekt aufzubauen, wird zunächst von dem Verein Wohnwege e.V. verfolgt. Das führt in den Jahren 2007 – 2014 zu verschiedenen Aktivitäten wie konzeptionellen Überlegungen, der Suche nach geeigneten Grundstücken, Öffentlich-keitsarbeiten und kommunalpolitischen Vorarbeiten.
2015 vergibt die Stadt eine Option für 10 Grundstücke im Magnolienring für zwei Jahre an den Verein Wohnwege mit der Auflage, ein konkretes Konzept für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt vorzulegen. Wohnwege e.V. legt in der Folge ein Konzept für eine Wohneigentümergemeinschaft (WEG) mit Gemeinschaftsraum vor. Der bauliche und inhaltliche Entwurf wird von der Stadt jedoch abgelehnt.
Unabhängig davon entwickelt die Genossenschaftsinitiative Froh2Wo ein eigenes Konzept für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt. Nach dem Beschluss des Bau- und Entwicklungsausschusses der Stadt Bad Dürkheim vom 08.06.2017 überträgt die Stadt die Option für dieselben Grundstücke auf die Genossenschaftsinitiative Froh2Wo.
Unsere Geschichte
Nachdem schon Ende April 2017 ein Teil (7 Personen) unserer sich zunehmend stabilisierenden Gruppe von Genossenschaftsinteressierten die Arbeit an der Genossenschaftssatzung aufgenommen hatte, erfolgten ab Juni 2017 eine Reihe von Aktivitäten zur Umsetzung des Projekts: Auswahl des Architekten, Fördergeldanträge und Klärung der finanziellen und baurechtlichen Rahmenbedingungen mit der Stadt Bad Dürkheim. Durch den Besuch bereits bestehender Wohnprojekte und den Austausch auf Fachtagungen und Workshops haben wir die Bedeutung von externer Beratung für das Gelingen unseres Projektes erkannt und unter engagierter Mithilfe (u.a. mit einer Moderationsförderung) der Landesberatungsstelle Neues Wohnen RLP (Frau Herger) erfahrene und kompetente Berater*innen gewonnen.
Es wurden themenbezogene Arbeitsgruppen gebildet, um die komplexer werdenden Aufgaben effektiver bewältigen zu können. Das Zusammentragen von Informationen und Ergebnissen der externen Verhandlungen und die Beschlussfassung wurde in die regelmäßigen Arbeitstreffen der Gesamtgruppe (13 Personen) verlegt.
Der Satzungsentwurf der Genossenschaft wurde zur Vorprüfung an den Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V. (ZdK) in Hamburg gegeben. Als Prüfverband wurde der „Prüfungsverband deutscher Konsum- und Dienstleistungsgenossenschaften e.V. (PDK)“ in Berlin ausgewählt. Nach der erfolgreichen Prüfung haben wir am 14.April 2018 unsere Genossenschaft Froh2Wo eG i.G. gegründet. Die Eintragung ins Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen erfolgte am 09.05.2019.
In der Frage Pacht oder Kauf des Grundstücks fiel die Entscheidung zugunsten der Erbbaupacht, die Stadt war uns bezüglich des Pachtzinses entgegengekommen. Am 08.07. 2019 haben wir den Erbbaurechtsvertrag (Laufzeit 99 Jahre) unterschrieben.
Mit dem Architekturbüro werk.um aus Darmstadt wurde ein Vertrag über die Leistungsstufen I und II abgeschlossen. Die entstandenen Kosten konnten wir zu einem Teil mit bewilligten Fördermitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend abdecken. Der Entwurf der Architekten wurde anschließend zwecks Änderung des Bebauungsplans an die zuständigen Behörden der Stadt Bad Dürkheim gesendet. Die Änderung ist Ende Oktober 2019 in Kraft getreten. Im Dezember 2019 haben wir dort den Bauantrag eingereicht und am 18.04.2020 die Baugenehmigung erhalten.
Nach eingehender Beratung durch einen uns bekannten Bauingenieur hatten wir uns schon im Januar 2019 dazu entschlossen, für unser Bauvorhaben einen Generalunternehmer (GU) zu beauftragen. Mitte Januar 2020 haben wir die Entscheidung für den Generalunternehmer Ehrhardt u. Hellmann in Homburg/Saar getroffen und inzwischen den Vertrag über die Ausführungsplanung abgeschlossen. Die Bauzeit wurde auf 16 Monate festgelegt (11.05.20 bis 11.9.2021). Neben den Aushubarbeiten auf dem Grundstück geht es aktuell um den Abschluss der Bau- und Werkplanung.
Parallel zu der Bauplanung liefen notwendigerweise umfangreiche Aktivitäten bezüglich der Finanzierung des Projektes. Die Basis für die Verhandlungen mit den Geldgebern war der Finanzierungsplan, der auf der Grundlage einer detaillierten Bausummenberechnung des GU erstellt wurde. Um den Eigenkapitalanteil zur Finanzierung des Projektes zu erbringen, haben zunächst alle derzeitigen Mitglieder ihre Wohnungsanteile an die Genossenschaft überwiesen. Zusätzlich konnten wir die ersten investierenden Mitglieder gewinnen. Dazu gibt es die Möglichkeit, das Projekt durch Mitgliederdarlehen zu unterstützen. Nach unserer Entscheidung für die GLS-Bank Bochum als „Hausbank“ und Kreditgeber (Anfang 2020), die auch die KFW-Kreditanträge bearbeitet hat (wir haben uns für den KFW-55 Standard entschieden), wurden im Juni 2020 die entsprechenden Kreditverträge abgeschlossen.
Wir haben uns schon in einer frühen Phase des Projekts dazu entschieden, auch geförderte Wohnungen anzubieten. Zur Kofinanzierung haben wir Mitte Dezember 2019 bei der Investitions- und Strukturbank (ISB) Rheinland-Pfalz den „Förderantrag ISB – Darlehen“ gestellt, der im Mai 2020 bewilligt wurde.
Die Akquise neuer Mitglieder ist ein zentrales, kontinuierliches Aufgabenfeld der Projektarbeit. Um uns bekannt zu machen, haben wir mit professioneller Hilfe eine Homepage und einen Flyer erstellt und Informationen über unser Projekt auf zahlreichen Wohnprojektportalen eingestellt. Dazu kam Werbung in regionalen und überregionalen Printmedien u.v.m. Dadurch haben wir eine Menge neue nette Menschen kennengelernt, die Zahl der Mitglieder wuchs kontinuierlich: von 13 auf 20 Mitgl. im April 2019, auf 31 Mitgl. im Oktober 2019 und auf 39 Mitgl. im Mai 2020. Dazu kommen drei Kinder und hoffentlich werden es noch einige mehr!
Der Schwerpunkt der Werbung wurde vor einiger Zeit auf die Zielgruppe der jungen Familien ausgerichtet, für die wir weiterhin größere Wohnungen freihalten und über unterstützende Finanzierungsmodelle nachdenken. Um unserem Anspruch eines generationenübergreifen- den Projektes gerecht zu werden, haben wir zusätzlich eine Altersgrenze von 45 Jahren für alle Neubewerber*innen beschlossen, die bis auf Weiteres gültig ist.
Pünktlich am 11.5 2020 begannen die Bagger auf dem Grundstück mit dem Erdaushub. Das Ende der Bauphase war, etwas später als geplant, zum Ende des Jahres 2021 erreicht.
Stand Dezember 2021 m.b.
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